Detailanleitung » Blatt Dateneingabe

In das Eingabeblatt werden die für die Berechnung erforderlichen Daten in die weißen Felder eingegeben. Am besten, Sie übertragen die entsprechenden Werte aus ihrem Diabetiker-Tagebuch in die Eingabefelder. Mit der TAB-Taste kommen Sie zum jeweils nächsten Eingabefeld.


Felder und Schaltflächen (Kapitel durch Klicken ansteuern)
Name Beschreibung
Name: Geben Sie hier den Namen des Patienten ein (optional).
Geb.: Geben Sie hier das Geburtsdatum des Patienten ein (optional)
Gewicht: Geben Sie hier das Gewicht des Patienten in kg ein (optional). Diese Angabe wird benötigt, wenn Sie den Wert im Feld "1 BE hebt um" berechnen wollen.
1 BE hebt um:

In dieses Feld müssen Sie eingeben, wie stark Ihr Blutglucose-Wert ansteigt, wenn Sie 1 BE essen. Sie können den Wert auch aus Ihrem Körpergewicht berechnen: Drücken Sie dazu die Tastenkombination [Strg] + [Umsch] +x.

Der Schätzwert wird dann wie folgt berechnet:

Maßeinheit mg/dl:
Schätzwert: 6461,53846153846 / Körpergewicht in kg
Beispiel: 6461,53846153846 / 80 kg = 37,5 mg/dl

Maßeinheit mmol/l:
Schätzwert: 358,615385 / Körpergewicht in kg
Beispiel: 358,615385 / 80 kg = 4,5 mmol/l

Die Berechnung beruht auf der Voraussetzung, dass 1 BE vollständig vom Körper aufgenommen wird und sich in den freien Körperflüssigkeiten (Blutplasma und Lymphe) gleichmäßig verteilt. Bei einem gesunden Menschen machen Blutplasma und Lymphe ungefähr 18 bis 19 % des Körpergewichts aus. Wenn dieser Mensch z.B. 70 kg wiegt, wird 1 BE in ca. 13 Liter Blutplasma und Lymphe aufgelöst. Die zusätzliche Glucose-Konzentration beträgt somit 12 g pro 13 l bzw. 92,3 mg/dl.

Aber Achtung: Die vorstehende Rechnung gilt nur für Diabetiker, die keinerlei körpereigene Insulinproduktion mehr haben, z.B. die meisten Typ-I-Diabetiker. Wenn noch eine Restproduktion von Insulin besteht, wird ein Teil der aufgenommenen Kohlenhydrate in die Glucosespeicher (Leber, Muskel) transportiert, bevor sie sich in den Körperflüssigkeiten vollständig verteilen. Bei Diabetikern mit Restfunktion (manche Typ-I- und alle Typ-II-Diabetiker) haben daher nach Aufnahme einer BE einen Blutzuckeranstieg, der mehr oder weniger deutlich unter dem rechnerisch ermittelten Wert liegt.

1 I.E. senkt um: In dieses Feld müssen Sie eingeben, wie stark Ihr Blutglucose-Wert sinkt, wenn Sie 1 I.E. Insulin spritzen. Dieser Wert muss aufgrund Ihrer Erfahrungen individuell abgeschätzt werden. Sie können ihn aber auch nach folgender Formel vorläufig rechnerisch ableiten: "1 I.E. senkt um"-Wert = "1 BE hebt um"-Wert dividiert durch Umrechnungsfaktor BE/I.E.
BZ-Zielbereich:

In diese Datenfelder können Sie die erwünschte Unter- und Obergrenze Ihrer Blutglucosewerte eintragen. Diese Eintragungen haben auf die Berechnung keinen Einfluss; sie dienen nur der Vollständigkeit und Übersicht.

Die Zielwertvorgaben wirken sich nur so aus, dass die eingetragenen Nüchtern-BZ-Werte rot-fett hervorgehoben werden, wenn sie den oberen Zielwert überschreiten. Bei Unterschreitung werden sie dunkelblau-fett hervorgehoben.

Tag:

Für eine ordnungsgemäße Berechnung sind die Datensätze von mindestens drei Tagen erforderlich. Die Datensätze müssen in chronologischer Reihenfolge eingetragen werden, können aber Lücken aufweisen. D.h., einzelne oder mehrere Tage können ausgelassen werden.

Die Eintragungen müssen so vorgenommen werden, dass zwischen einzelnen Datensätzen keine Zeilen frei bleiben. Alle Datensätze müssen vollständig ausgefüllt werden, es dürfen aber nach dem letzten Datensatz Zeilen frei bleiben.

Hinweis: Die Daten sollten von Tagen mit ähnlichen physiologischen Rahmenbedingungen stammen. Deutlich abweichende Tage sollten ausgeschieden werden, weil dadurch die Ergebnisse verfälscht werden können. So sollten z.B. Tage mit außergewöhnlicher körperlicher Belastung nicht verwendet werden, weil an diesen der Insulinbedarf geringer ist, als an üblichen Tagen.

Nüchtern-BZ: Hier tragen Sie den Blutzuckerwert vor der ersten Nahrungsaufnahme ein.
Nüchtern-BZ Folgetag: Hier tragen Sie den Blutzuckerwert des Folgetages vor der ersten Nahrungsaufnahme ein. Wenn auch der Folgetag in der Liste enthalten ist, müssen Sie hier keine Eintragung vornehmen.
Tages-BE gesamt: Hier tragen Sie für den entsprechenden Tag die Summe Ihrer gegessenen Broteinheiten ein.
Verzögerungs-Insulin:
(I.E.-Tagessumme)

Tragen Sie hier die Summe des Verzögerungsinsulins für den jeweiligen Tag ein.

Hinweis: Es ist sinnvoll, eine abendliche Gabe von Verzögerungsinsulin jeweils zum nächsten Tag zu rechnen, weil es ja vorwiegend erst am Folgetag wirksam wird. Ein solches Vorgehen verbessert aber die Ergebnisse nur dann, wenn die abendliche Dosis des Basisinsulins von den anderen Gaben deutlich abweicht.

Kurz wirksames Insulin:
(I.E.-Tagessumme)
Tragen Sie hier die Summe des kurz wirksamen Insulins für den jeweiligen Tag ein.
Grau unterlegte Datenfelder: In diese Felder können Sie keine Eintragungen vornehmen. Die darin enthaltenen Werte werden automatisch aus Ihren Eingaben berechnet.
Tages-I.E. gesamt: Dieses Datenfeld zeigt die Summe des am jeweiligen Tag verabreichten kurz wirksamen und Verzögerungsinsulin an.
Tages-I.E. (korrigiert): Dieses Datenfeld zeigt die korrigierte Summe des am jeweiligen Tag verabreichten kurz wirksamen und Verzögerungsinsulin an. Siehe auch unten "I-E.-Korrektur".
I.E.-Korrektur:

Dieses Feld zeigt an, wieviel I.E. mehr oder weniger sie theoretisch benötigt hätten, um Ihren BZ-Nüchternwert unverändert zu erhalten. Dabei wird aus der Differenz zum BZ-Nüchternwert des Folgetages und dem Wert "1 I.E. senkt um" ermittelt, wieviel I.E. Sie zuviel oder zuwenig gespritzt haben. Siehe dazu auch Kap. "Richtlinie ausgeben - Ergebnisverbesserung".

Hinweis: Diese Korrektur ist auch der Grund dafür, warum Ihre BZ-Zielwerte nicht als Basis für die Berechnung herangezogen werden. Zweck der Berechnung ist ja in erster Linie die Ermittlung jener Dosis, die zur weitgehend unveränderten Aufrechterhaltung Ihres BZ-Wertes notwendig ist. Im Idealfall erreichen Sie damit, dass Sie einen guten Blutglucose-Wert aufrechterhalten können, wenn Sie ihn einmal erreicht haben und die berechnete Dosierungsrichtlinie konsequent einhalten. Haben Sie aber einen ungünstigen BZ-Wert, würde die Einhaltung der berechneten Dosierungsrichtlinie allein keine Verbesserung bringen. Sie müssen also über die berechnete Dosierung hinaus zunächst einmal den BZ korrigieren. Erst danach können Sie von der berechneten Dosierung einen BZ-Verlauf im erwünschten Bereich erwarten.

Schaltflächen

Name Beschreibung
Richtlinie anzeigen: führt Sie zum Blatt "Richtlinie".
Zusammenfassung: führt Sie zum Blatt "Zusammenfassung".
Alle Blätter anzeigen: Alle Blätter der Arbeitsmappe (Eingabe, Richtlinie, Zusammenfassung) werden (registerblattartig übereinander gelegt) eingeblendet. Sie können dann durch Anklicken der Registerlappen oder durch die Tastenkombinationen Strg+up und Strg+down von Blatt zu Blatt navigieren.
Eingabemaske: öffnet eine Maske für die Dateneingabe.
Datenzeile freimachen: Durch Drücken dieser Schaltfläche können Sie die Datensätze um eine Zeile nach oben verschieben. Dabei wird eine neue Zeile frei, der erste Datensatz geht durch diesen Vorgang aber verloren. Diese Funktion ist vorteilhaft, wenn Sie neuere Daten eingeben wollen, das Eingabeblatt aber schon bis zur letzten Zeile ausgefüllt wurde.
Maßeinheit: Hier können Sie die Maßeinheit für den Blutzuckerwert wählen (mg/dl oder mmol/l). Klicken Sie dazu auf den entsprechenden Auswahlknopf.
Handbuch:
(Symbol mit gestapelten Büchern)
öffnet eine Gebrauchsanweisung.